Seitengalerie – letzte 30 Unterseiten ohne Paßwortschutz

Vorab-Ansicht der 30 zuletzt bearbeiteten Unterseiten (komprimierte Inhaltsansicht, nicht-paßwortgeschützte Seiten, chronologisch sortiert).
Das Laden kann ggf. aufgrund hohen Datenvolumens bei schwach performanter Netzwerkverbindung LANGE dauern – haben Sie bitte ein wenig Geduld!
Hinweis: Auf dieser Übersicht werden ausschließlich Unterseiten angezeigt, die OHNE Paßwortschutz versehen sind.
Die korrespondierende Übersicht der Unterseiten mit und ohne Paßwortschutz können Sie auch hier aufrufen.
Davon unabhängig: Alle geschützten Zugänge können auf dem lokalen Arbeitsplatz durch ein Paßwort-Resetting gesperrt werden und sind dann nur nach Neueingabe eines gültigen Paßwortes wieder zugänglich. Diese – individuelle – Ansicht ist nur auf diesem Arbeitsplatz / Client gültig!

Teutonia-Verein Ruhla zur Kaiserzeit

Ein damaliges Vereins-Mitgliedsbuch nebst inkludierter Satzung. Wie man sieht, waren das Ziel und der Vereinszweck gar nicht so von dem, des heutigen Arche Nova Ruhla e.V. verschieden.

Arche Nova – Satzung

Die Satzung des Vereins Arche Nova Ruhla e.V. in der aktuell gültigen Fassung
Aus historischem Interesse: Ein Mitgliedsbuch mit inkludierter Satzung des Teutonia-Vereins Ruhla aus dem Jahre 1912

Historische Lehrbücher und populärwissenschaftliche Schriften

Einige historische, geographische, naturkundliche und geschichtliche Lehrbücher von Mitte des 18. bis 19. Jahrhunderts.
Weitere lesenswerte historische Werke über Naturgeschichte und -wissenschaften und Entdeckungen mit regionalem Bezug können Sie auch hier nachlesen.
Ferner befinden sich auf der Unterseite zum Ruhlaer Apothekenmuseum diverse historische Werke und Abhandlungen über Alchemie, Chemie und Apothekenkunde. Auch gibt es zu unserer lokalen und regionalen Geschichte etliche Auszüge und vollständige Faksimiles von Ruhlaer und Thüringer Chroniken.
Selbstredend spiegeln diese Werke den Geist und des Bildungs- bzw. Wissensstand der Entstehungszeit wider. Zusammenfassungen von Wissensgebieten, wie z.B. die sog. Realienbücher kamen hierzulande erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf.
Zur freundlichen Beachtung:
Die Dateien sind aufgrund der Datenmenge – trotz Komprimierung und Übertragungsoptimierung – durchgängig recht groß; teilweise bis zu ca. 700 MB! Wir bitten daher um ein wenig Geduld beim Aufruf.
Im Interesse der Authentizität haben wir den Text in Faksimile widergegeben. Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Im Interesse der Wahrung der historischen Authentizität wurde aber auf eine Übertragung in heutige Schrift und Darstellung verzichtet.
Eine fast wissenschaftliche und kurzweilige Abhandlung der damaligen Zeit über das Weltall und die der Erde: Astronomie Geographie, Geologie, usw.
Eine kurzweilige Abhandlung von Ende des 17. Jahrhunderts über die deutschen Zeitungen, ihr Nutzen und Schaden, Wahrheit und Lügen.
C. Meiners – “Grundriß der Geschichte der Menschheit”
Nachstehend einige populärwissenschaftliche Abhandlungen, die dem fachlich interessierten Laien in leicht und gut verständlichem Plauderton die Astronomie, Sternenkunde und Meteorologie nahebringen.
Einer der Autoren, der Pariser Astronom und Wissenschaftler Camille Flammarion, war zur Zeit des Endes des 19. Jahrhunderts, genau wie sein Landsmann Jules Verne, auch in Deutschland sehr populär.
Das Reich der Luft – frei nach Camille Flammarion, 1875
Camille Flammarion, Karl Wenzel – Urania 1894
Spaziergänge durch das Himmelszelt – 1898
Von Camille Flammarion, etwa um das Jahr 1900
Eine leichte, gut verständliche und illustrierte Abhandlung über einige Schwerpunkte menschlichen Erfindungsgeistes, beginnend vom Altertum bis Ende des 18. Jahrhunderts.
Fortsetzung der Abhandlung über Schwerpunkte menschlichen Erfindungsgeistes, beginnend vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis zur Entstehungszeit des vorliegenden Buches.
Interessant und wenig bekannt ist im Zusammenhang mit der Geschichte der geographischen Entdeckungen und kolonialen Eroberungen, daß der, weithin als Roman- und Abenteuerschriftsteller bekannte Autor Jules Verne, auch mehrere Zusammenfassungen über die Entdeckungsgeschichte der Erde veröffentlicht hat. Die beiden Werke, die auf dieser Site ebenfalls als Faksimile hinterlegt sind, beinhalten den damaligen Wissensstand und spiegeln natürlich auch den Zeitgeist der ‘belle epoque’ wider.
“Grundriß einer Geschichte der Naturwissenschaften”: Zwei seinerzeit in Deutschland recht populäre, allgemein verständliche Werke der Autors Dr. Friedrich Dannemann über die Geschichte der Naturwissenschaft vom Altertum bis zur – damaligen – Gegenwart. Eingebettet sind diverse kurzweilige Erzählungen über das Leben und Werden bedeutender historischer Persönlichkeiten.
Vom Diamanten bis zum Granit: Ein Prachtband aus dem Jahre 1903 mit einer populärwissenschaftlichen Abhandling über Gesteine und Mineralien. Mit vielen farbigen Tafeln.
Im Oktober 1923 wurde die erste öffentliche Rundfunkübertragung von deutschem Boden aus gesendet. Aus dem gleichen Jahr stammt diese hier faksimilierte, populärwissenschaftliche Abhandling über die Technik und Geschichte der drahtlosen elektrischen und elektronischen Kommunikation – beginnend von den seinerzeitigen Knallfunkensendern über Lichtbogen- und Maschinensender, Hochfrequenzmaschinen und Röhrensendern bis zum damaligen Stand der ‘drahtlosen Telephonie’, sprich den Grundlagen der heutigen Rundfunk- und Fernsehtechnik.
Weitere Unterlagen zum Thema können Sie auch der Seite Externe Museums-Impressionen aus Geschichte und Technik entnehmen. Unter den Reitern Technische Museen Inland und Britisch Museum London sind viele, zum Teil einmalige Original-Exponate aus dieser Zeit abgebildet.

Der enthüllte Protestantismus

Eine durchaus bibliophile Rarität: das Faksimile einer Streitschrift für den Katholizismus aus dem Jahre 1844, also fast zeitgleich mit dem Erscheinen des “Pfaffenspiegel” von Corvin. Ferner sei auf ein sehr umfangreiches Werk aus dem Jahre 1926 über die Geschichte des Protestantismus verwiesen.
Möge sich der geneigte und kritische Leser seine eigene Meinung und Wertung bilden!

Ortschronik – Fotoarchiv H. Töpfer

Diverse Bilder aus alten Zeiten – kreuz und quer durch und über die Ruhl
Statt der üblichen Bilder hier ein Video aus dem Jahr der ersten Mondlandung 😉
Außer den hier aufgezeigten Erinnerungsbildern und -Videos gab es in Ruhla natürlich noch viele weitere Veranstaltungen
zu sehen und erleben.

Bergbau und Bergwerke – Schwerspatgewinnung in Kittelsthal

Historische und fachliche Übersicht über den historischen Schwerspat-Abbau in Kittelsthal
Quelle der Daten: Klaus Schöllhorn, Preetz bei Kiel
Eng verbunden mit der Schwerspatgewinnung in Kittelsthal ist auch der Schwerspatbergbau in Ruhla und natürlich die in Kittelsthal gelegene Tropfsteinhöhle.

Der Pfaffenspiegel und eine mögliche Quelle – Die Erstausgabe

Drei durchaus bibliophile Raritäten zur Kirchengeschichte.
Einige durchaus bibliophile Rarität: ein Faksimile der höchst seltenen und unzensierten Erstausgabe des hochinteressanten, nicht nur in Deutschland im Laufe der Zeit vielfach auf den Index gesetzten, ungeachtet dessen in Millionenhöhe erschienen und immer wieder neu aufgelegten und auch heute noch heute sehr umstrittenen “Pfaffenspiegels” von Otto von Corvin aus dem Jahre 1845. Viele der damaligen Aussagen mögen auch in der heutige Zeit noch zutreffen. Möge sich der geneigte und kritische Leser seine eigene Meinung und Wertung bilden!
Ferner war Corvin Mitautor verschiedener umfangreicher und populär geschriebener weltgeschichtlicher Bücher, von denen auf dieser Website einige Faksimiles einsehbar sind.

Der Autor hatte einen durchaus bewegten Lebensweg: neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit war er u.a. aktiver Revolutionär und General in der badischen Revolution von 1848. Nach mehrjähriger Festungshaft arbeitete er als Reporter und Korrespondent verschiedener deutscher und ausländischer Zeitungen, so z.B. für die Londoner “Times”.

Eine Quelle, die Corvin möglicherweise für sein Hauptwerk genutzt hat, ist die hier ebenfalls faksimilierte “Zum Himmel schreiende Geschichte der hl. Päpste” des Schweizer Autors Franz S. Ammann” aus dem Jahre 1843. Zumindest weisen verblüffende Ähnlichkeiten einiger Textpassagen auf diesen Umstand hin. Näheres ist uns allerdings derzeit nicht bekannt.
Ein späteres, sehr schön und kurzweilig zu lesen ist die im Jahre 1877 in der Schweiz erschienene “Goldene Legende”, die die Thematik des “Pfaffenspiegel” aufgreift und im weitaus größerem Rahmen, ausgeschmückt mit vielen Einzelheiten, dem geneigten Leser zur Kenntnis gibt.

Auch dieses außerordentlich seltene und kaum bekannte Werk soll ausschließlich als kulturhistorische Quelle aufgezeigt und ohne jede Wertung dargestellt sein.

Bei dieser Gelegenheit: selbstverständlich gab es auch nicht zu knapp Streitschriften gegen die Reformation und den Protestantismus. Eines dieser hier anonym verfaßten Werke ist faksimiliert einsehbar: es stammt interessanterweise aus der Schweizer Wirkungsstätte von Calvin und erhebt nach einer Dedizierung an den katholischen König von Sardinien den Anspruch, den Leser auf den rechten Pfad der allein selig machenden Kirche zu führen…

Gottlob-König-Veranstaltung 2025

Vortragstagung mit Exkursion
Gottlob König – Zum 220-jährigem Jubiläum des Beginns seiner forstlichen Lehre
Die Veranstaltung fand in unserer lokalen Presse seine Würdigung. Die Autorinnen haben ihre Zustimmung zur Veröffentlichung ihres Beitrages auf unserer Website erteilt.
Die Veranstaltung fand in der seinerzeitigen Wirkungsstätte von Gottlob König, dem ehemaligen Forsthaus, heutigem Albert-Schweitzer-Gymnasium, statt.
Einige Bilder zur Veranstaltung und der Stelenenthüllung am Dichterhain – dankenderweise bereitgestellt von Frau Carola Kallies, Ruhla und Herrn Stephan Brauner, UNESCO Global Geopark Inselsberg – Drei Gleichen

Regionale und überregionale Kalender und Jahrbücher bis 1940

Größtenteils aus dem Nachlaß unseres ehemaligen Vereinsvorsitzenden von Alt Ruhla e.V., Karl-Heinz Herrmann.

Er beinhaltet ein Konvolut sogenannter Volkskalender, auch Historienkalender genannt, aus der Zeit ab 1800; unter anderm mit diversen Angaben zu Feiertagen, Naturereignissen, einer kurzgefaßten Genealogie des europäischen Hochadels, humoristischen Bilderbögen zu deutschen Volkstrachten und einer Kurzgeschichte von Ludwig Storch – und noch einiges Lustiges und Interessantes mehr. Eben etwas fürs damalige, bereits lesekundige Volk, wahrscheinlich für die etwas ‘gebildeteren Kreise’, aber offenbar weitestgehend massenkompatibel. Auch heute noch macht es durchaus Spaß beim Schmökern dieser Lektüre!

Ferner einige Kalender für die Herzogtümer Sachsen-Eisenach und -Gotha, die ebenfalls als Volks- bzw. Historienkalender angeboten und unters Volk gebracht wurden. Neben den kalendarischen Daten befinden sich hierin auch Leerseiten, die von den seinerzeitigen Benutzern wohl als Erinnerungs- und Notizzettel genutzt weden konnten. Eingefügt sind auch hier etliche Erzählungen und durchaus interessante Wissenvermittlungen, die wohl dazu dienten, den Kauf der Werke zu fördern. Dann noch etliche statistische und illustrierte Jahrbücher aus der Zeit vor und während des 1. Weltkrieges nebst einem allgemeingefaßten, staatswissenschaftlichen Nachschlagewerk, das offenbar für die breite Allgemeinheit gedacht war.

Im Interesse der Authentizität haben wir die Texte in Faksimile widergegeben. Die Qualität der Originale läßt leider z.T. zu wünschen übrig. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten, vereinzelt auch Fehlstellen, bitten wir daher, uns nachzusehen.
Ein Ausschnitt aus dem Gothaer Adelskalender von 1913 – auch als Gothaer Almanach bekannt – dem letzten vor dem 1. Weltkrieg, nach dessen unrühmlicher Beendigung die Adels-, Fürsten-, Königs- und Kaiserhäuser in etlichen Staaten Europas, so auch in Deutschland, ihren Platz räumen mußten. Neben der kulturhistorisch sehr interessanten Einleitung haben wir die Angaben und Daten zum Hause Hohenzollern in Deutschen Reich resp. Preußen und den Herzogtümern Sachsen Coburg Gotha, Sachsen Weimer Eisenach hervorgehoben. Letztere vollzogen ja bis zum Jahre 1921 die regierende Gewalt in Ruhla (siehe auch unter den weiterführenden Unterseiten auf unserer Webpräsenz – z.B. 103 Jahre vereintes Ruhla, die Ortschronik, …usw.).
Auf eine vollständige Wiedergabe des Werkes (sie beinhaltet im Original über 1.300 Seiten) wurde aktuell verzichtet.

Im Interesse der Authentizität haben wir den Text in Faksimile widergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir daher, uns nachzusehen. Das originale Druckwerk hat Oktav-Format und die Wiedergabe der Seiten ist daher z.T. ein wenig unscharf, was aber dem Lesefluß keinen Abbruch tun sollte.
Die Zeitungen und die Presse im Nationalsozialismus nebst Rundfunk und Film, auch die seinerzeitigen Anfänge des Fernsehen, waren gezeichnet von Propaganda, Teil- und Unwahrheiten; was heute unter dem Begriff „Fake News“ bekannt ist.

Die Zeitungen im Nationalsozialismus waren ein untrennbarer Bestandteil des Regimes, eine oppositionelle oder gar kritische Presse wurde nicht geduldet. Neben dem „Stürmer”, „Völkischem Beobachter“ und anderen Parteiblättern der NSDAP lagen traditionsreiche, nun aber genauso gleichgeschaltete Periodika, wie eben auch die „Thüringer Heimatkalender“ resp. “Thüringer Landbote”, in den Wohnungen Deutschlands. In der Kriegspropaganda und -polemik, dem Antibolschewismus und -semitismus waren diese Druckwerke jedoch nicht weniger extrem in der Sache. Sicherlich gaben diese Zeitschriften vordergründig lesens- und wissenswerte Informationen über Land und Leute. Unter dem Deckmantel der Heimatliebe und Volksverbundenheit konnte aber die eingebettete Ideologie der Nazipartei vielleicht noch subtiler ihren Zugang in des Leben und die Gedanken der Bürger finden.

Unter der Herrschaft der Nationalsozialisten fand die freie Presse in Deutschland ihr vorläufiges Ende. Zeitungen, die die NSDAP noch vor der Machtergreifung kritisiert haben, wurden nicht selten verboten. Andere wurden in die Propagandamaschine der Nazis eingefügt, zum Teil leider auch unter dem Zutun von sympathisierenden Chefredakteuren und Verlegern. Diese Zeitungen propagieren weithin Personen- und Führerkult und beinhalten zum größten Teil Kriegsverherrlichungen, Menschen- und Rassenhass und Lügen.

Wir wollen über die menschenverachtende Propaganda des Nationalsozialismus aufklären und ihre Methoden transparent machen. Der interessierte Leser soll anhand dieser hier hinterlegten historischen Dokumente erkennen, wie die Nazis ihren Hass und den Krieg an die Menschen dieser Zeit verkauften und sehen, wie auch heute noch extremistische und autoritäre Kräfte mit diesen und ähnlichen Methoden arbeiten.

Die Presseerzeugnisse im Nationalsozialismus sind auch heute noch Lehrbeispiele unrühmlicher, faschistischer Propaganda. Als historische Dokumente können wir aber heute aus ihnen Lehren für die Gegenwart und Zukunft ziehen. Deshalb zeigen wir, in Einklang mit § 86 Abs. 4 StGB, diese faksimilierten Druckwerke ausschließlich zu dem Zwecke der Aufklärung über die Verbrechen und Schrecken des Nationalsozialismus.

Weitere rechtliche Grundlagen und Ausführungen zu dieser Thematik können Sie auch hier nachlesen.

Gothaer Adelskalender von 1913

Ein Ausschnitt aus dem Gothaer Adelskalender von 1913 – auch als Gothaer Almanach bekannt – dem letzten vor dem 1. Weltkrieg, nach dessen unrühmlicher Beendigung die Adels-, Fürsten-, Königs- und Kaiserhäuser in etlichen Staaten Europas, so auch in Deutschland, ihren Platz räumen mußten. Neben der kulturhistorisch sehr interessanten Einleitung haben wir die Angaben und Daten zum Hause Hohenzollern in Deutschen Reich resp. Preußen und den Herzogtümern Sachsen Coburg Gotha, Sachsen Weimer Eisenach hervorgehoben. Letztere vollzogen ja bis zum Jahre 1921 die regierende Gewalt in Ruhla (siehe auch unter den weiterführenden Unterseiten auf unserer Webpräsenz – z.B. 104 Jahre vereintes Ruhla, die Ortschronik, …usw.).
Auf eine vollständige Wiedergabe des Werkes (sie beinhaltet über 1300 Seiten) wurde aktuell verzichtet.

Im Interesse der Authentizität haben wir den Text in Faksimile widergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir daher, uns nachzusehen. Das originale Druckwerk hat Oktav-Format und die Wiedergabe der Seiten ist daher z.T. ein wenig unscharf, was aber dem Lesefluß keinen Abbruch tun sollte.

Ruhlaer Wetterchronik von Otfried Blumenstein

Diese Dokumentation des Ruhlaer Wetters, zurückreichend bis in die Mitte des 14. Jahrhunderts, wurde von Otfried Blumenstein in ununterbrochener, über 70-jähriger Recherche und ununterbrochener, täglicher Beobachtung an seiner Wetterstation bis zum Jahre 2018 vorgenommen.
Wir freuen uns, an dieser Stelle seine Arbeit veröffentlichen zu dürfen.
Die weitere Aufzeichnung des Ruhlaer Wetters wurde in den darauffolgenden Jahren durch Gert Götze bis Mitte 2023 fortgesetzt.
Tabellarische Zusammenfassung und Auswertung der Wetterchronik von Otfried Blumenstein für die Jahre 2007 – 2022 – erstellt und bearbeitet von Gert Götze, Ruhla

Drogerie in alten Zeiten – und ihre Ratschläge

Vergangenes für Gegenwart und Zukunft sichtbar machen und bewahren!
Tips und Tricks und Werbung aus vergangenen Zeiten – aus der Ruhlaer Germania-Drogerie im Jahre 1902. Manches ist wohl auch heute noch empfehlenswert – so z.B. die Hinweise zu den Hausmittelchen und Heilpflanzen – und sollte auch nicht der Vergessenheit anheim fallen. Jeder Krämer lobte und lobt natürlich seine Ware und insofern ist es durchaus reizvoll zu lesen, was es damals in Eugen Herold’s Drogerie in der “Unteren Lindenstraße 12” so alles gab – und das natürlich in bester Qualität und billigsten Preisen…
Für Risiken und Nebenwirkungen einer Anwendung der hier beschriebenen Chemikalien und Wirkstoffe wird aus allerdings aus rechtlichen Gründen keine weiterführende Auskunft gegeben und eine Haftung, ganz gleich welcher Art, ist unsererseits ausgeschlossen! Bei Fragen wenden Sie sich bitte zuvor an den Arzt oder Apotheker Ihres Vertrauens.
An dieser Stelle sei auch der ‘alten’ Hirsch-Apotheke in Ruhla gedacht, an die das Apothekenmuseum in der ehemaligen Praxis von Dr. Klaus Greiner in der Köhlergasse erinnert.

Rühler Pantoffelkino – Die Rühler Lüter – Filme und Bilder

Eine Geschichte über die historischen Rühler Lüter und die Rühler Kirmes. In zwei Teilen nebst einer Bilderserie von Albrecht Michel. Außerdem ein Querverweis auf das gleichnamige Werk von Arno Schothauer.
Da die Lüter aufs engste mit der Rühler Kirmes verbunden sind: hier auch viele Bilder und weitere Videos aus alten Tagen. Unter dem Reiter “Kirmes” sind viele authentische Bilder aus vergangenen Jahren hinterlegt.
Das Buch über die Lüter von Arno Schlothauer (separate Unterseite) Mit einem Vorwort von Lotar Köllner.

Ruhlaer Wochenblätter aus den 1860er und -70er Jahren (in Bearbeitung)

Das “Ruhlaer Wochenblatt” ist der Vorläufer der späteren “Ruhlaer Zeitung” bzw. des “Nachrichtenblattes des Stadtrates der Stadt Ruhla”. Das Blatt erschien wöchentlich von August 1868 bis März 1875 und wurde übergangslos in den Nachfolger überführt.
Die Dateien sind aufgrund der Datenmenge – trotz Komprimierung – recht groß. Wir bitten daher um ein wenig Geduld beim Aufruf.
Im Interesse der Authentizität haben wir den Text in Faksimile widergegeben. Etwaige, altersbedingte Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir daher, uns nachzusehen.
Die Datenvolumina der hier hinterlegten Jahresbände – jeder enthält mehrere hundert Doppelseiten und jeweils im DIN-A2-Format – betragen im Schnitt ca. 300 MB. Eine nachträgliche Bearbeitung der digitalisierten Rohdaten, es handelt sich hier auschließlich um Grafikdateien, mittels Text- und Grafikerkennung ist aufgrund des z.T. sehr schlechten Erhaltungszustandes der Originale nur mit unvertretbar hohem und manuellem Aufwand möglich.
Vor diesem Hintergrund bitten wir um Verständnis über die zwangsläufig ungewohnt lange Ladezeit und wünschen Ihnen trotzdem einen ungetrübten Lesespaß.
😉 … in Bearbeitung … 😉
😉 … in Bearbeitung … 😉
😉 … in Bearbeitung … 😉

Das Ende des 1. Weltkrieges

Das Ende des über vier Jahre andauernden Ersten Weltkrieges bedeutete auch das Ende der Monarchie in Deutschland. Nicht ganz ein Jahr später wurde der Versailler Friedensvertrag unterzeichnet. Aus den hier aufgezeigten historischen Exemplaren der Ruhlaer Zeitung vermag der geneigte Leser die Stimmung der damaligen Zeit nachvollziehen.
Zur freundlichen Beachtung: Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Im Interesse der Wahrung der historischen Authentizität wurde aber auf eine Übertragung in heutige Schrift und Darstellung verzichtet.

Forstarchiv – Gottlob König

Gottlob König, 1779 – 1849, einer der sog. “Forstlichen Klassikern”, leistete im vorvergangenen Jahrhundert einen bedeutenden Beitrag zum Aufbau und der Weiterentwicklung des wissenschaftlichen Forstbetriebes. Sein Wirken als Förster, Oberförster und Forstrat ist über viele Jahren untrennbar mit Ruhla verbunden, wo er im Jahre 1813 beim Eisenacher Herzog die Anerkennung seines Privatforstinstituts erwirkte und mit der Ausbildung von jungen Forstleuten ein bleibendes Denkmal setzte.
“Die Wälder sind der Länder höchste Zierde!”
Mit seinem Hauptwerk, der 1849 kurz nach seinem Tode erschienenen “Waldpflege” brachte Gottlob König diesen Begriff in die Forstwissenschaft ein und trat darin für die Erhaltung der Bodenkraft, Bestandespflege und Mischwaldbegründung ein. König war ein entschiedener Gegner der Kahlschlagswirtschaft. Ausdrücklich befürwortete er die Naturverjüngung und die Erhaltung der Rotbuche in unseren Wäldern.
Quelle: www.wikipedia.de
Auszüge aus diversen Forstakten und -unterlagen aus dem Forstarchiv des Arche Nova Ruhla e.V. und des Ruhlaer Ortsmuseums – separate Unterseite
Am 6. September 2025 fand am Ort seines Wirkens eine wissenschaftliche Tagung und Gedenkveranstaltung statt.

Bedeutende Ruhlaer – Dr. Alexander Ziegler

Über den Ruhlaer Weltreisenden, Geographen und Schriftsteller Dr. Alexander Ziegler
Dem Förderer und Ehrenbürger unserer Heimatstadt Ruhla
Alexander Ziegler wurde am 20. Januar 1822 als vierter und jüngster Sohn des Handelsherrn und Tabakpfeifenfabrikanten Johannes Ziegler in Ruhla in der Unteren Lindenstraße (später Haus Nr. 17, steht nicht mehr) geboren. Sein Bildungsweg führte, nach kurzzeitigem Besuch der Elementarschule in Ruhla, über die Salzmannsche Erziehungs- und Bildungsanstalt Schnepfenthal, das Gymnasium Eisenach (Abitur 1839) und die Universität Jena mit dem Studium der Nationalökonomie/Staatswirtschaft, Gewerbepolitik, Agronomie, Geognosie und Mineralogie (1842 bis 1844).

Er beendete diese Studien ohne Abschluss durch einen akademischen Grad und wandte sich den geographisch-historischen Wissenschaften zu. Sein Vorbild war der berühmte Geograph Carl Ritter, erster deutscher Professor der Geographie in Berlin, von dem er Vorlesungen hörte und Grundkenntnisse erwarb. Zudem eignete er sich Sprachkenntnisse in Englisch, Französisch, Spanisch (Katalanisch und Kastilisch), Latein und Griechisch an, aufbauend auf schon in Schnepfenthal gelegten Grundlagen. Eine bis ins Alter anhaltende Vorliebe für das Turnen war ihm auch von dort durch den bekannten Pädagogen GutsMuths mitgegeben worden. In Ruhla war er 1848 Mitbegründer und über 30 Jahre aktives Mitglied des Turnvereins. Einen Turnplatz mit Geräten ließ er nach Jahnschem Vorbild auf eigene Kosten auf dem alten Schützenhof am Bermer anlegen.

Als Fabrikantensohn wohlhabend, dazu unabhängig, gebildet und körperlich gestählt, begann Alexander Ziegler im Jahre 1845, seinen Neigungen nachzugehen und zu reisen, was damals mit vielen Mühen und Entsagungen verbunden war. Bereits 1846/47 unternahm er seine erste große Reise, die ihn von New York über Boston durch Nordamerika bis in die Karibik führte und die er in zwei Büchern beschrieb (1848). Damit im Zusammenhang gab er einen Führer mit Hinweisen für Auswanderer heraus und erlaubte sich, als freidenkender Bürger in einer weiteren Schrift die Demokratie in den USA kritisch zu beleuchten. Die Entwicklung der USA zur Weltmacht und zum Herrn des Welthandels sowie die Auswirkungen, davon sah er in seinen Erörterungen richtig voraus.

1850 reiste Ziegler nach Spanien und Portugal, zu den Kanarischen Inseln und nach Madeira, 1852/54 nach Ägypten, Nubien, über die Sinaihalbinsel nach Palästina, Jordanien, Syrien, nach Zypern, Rhodos, Samos, Lesbos, durch Anatolien und Gallipoli nach Konstantinopel, 1857/58 durch Dänemark nach Norwegen, nach Schottland, zu den Orkney- und Shetland-Inseln, Neufundland und Labrador, nach Grönland, Island und Spitzbergen, durch Finnmark, Lappland, das nördliche Russland und Schweden. Jeweils im Folgejahr erschienen ausführliche, z.T. mehrbändige Reisebeschreibungen als wissenschaftlich fundierte landeskundliche Abhandlungen mit exakten geographischen, historischen, ethnographischen, kulturellen und ökonomischen Fakten, aufgelockert durch Anekdoten und poetische Wendungen. Die Reiseberichte fanden allgemein, auch international Anerkennung. Der norwegische Dichter und Politiker Björnstjern Björnson z.B. wurde durch Zieglers Veröffentlichung veranlasst, die Finnmark und das Nordland zu bereisen, wofür er sich bei ihm bedankte. Der Schriftsteller Karl May nutzte Zieglers Veröffentlichungen, die er während seiner Inhaftierungen studierte, als Informations- und Faktenquellen für seine Romane.
(Hinweis: Letzteres ist allerdings nicht zweifelsfrei belegt. Diesbezügliche Rückfragen bei der Deutschen Karl-May-Gesellschaft im Jahre 2022 konnten durch selbige aktuell nicht bestätigt werden.)

Alexander Ziegler fühlte sich in erster Linie als Wissenschaftler, nicht als Schriftsteller. Seinen Doktortitel (Doctor Philosophiae Honores) erwarb er 1857 an der Universität Jena durch Vorlage seiner Werke, die angenommen und als wissenschaftliche Schriften anerkannt wurden. Auch hielt er Gastvorlesungen in Jena und Dresden.

An größeren Reisen unternahm Ziegler nach 1860 noch eine nach Indien, eine zweite nach Spanien mit Marokko und Algerien (1867) und eine zur Eröffnung des Sueskanals (1869), wo er, eigentlich mehr spaßhaft, die damals schon geprägte Wendung „Ruhlaer sind überall“ überprüfen wollte, indem er den Mundartausdruck „Uisgebuihrt Bornrörrn“ mehrmals in die Menge rief. Tatsächlich bekam er mit „Nünmao blao Beattuch“ die richtige Erwiderung, und zwar von einem ausgewanderten Ruhlaer namens Langlotz, der als Kutscher des englischen Lords Interwick mit anwesend war.

Während Zieglers Aufenthalte zu Hause wirkte er unermüdlich auf verschiedenen Gebieten für seine Heimat. Neben entsprechenden Aufsätzen in der Eisenacher, Weimarer und Leipziger Zeitung gab er heimatkundlich-geographisch-historische Schriften heraus. Von seinem Freund Ludwig Storch angeregt erwanderte er sich den Rennsteig und andere Thüringerwaldgebiete und veröffentlichte darüber. In seine nach eigenen Gestaltungsentwürfen am Bermer gebaute Villa „Ursomontana“ lud er Gelehrte, Reisende, Dichter, Schriftsteller und Künstler zu Gesprächen über besondere Personen vor (siehe auch Zusammenstellung am Schluß).

Das Tabakpfeifengewerbe unterstützte Ziegler ideell und materiell; besonders die künstlerische Ausführung der Pfeifen. „Zur Glorifikation Ruhlas und der Industrie daselbst“ organisierte und gestaltete er. Ferner Ausstellungen und Festzüge, die von beiden Herzögen, zu denen er gute Verbindungen hatte, anerkannt und gelobt wurden. Den großen heimathistorisch-volkskundlichen Festzug anlässlich der Begrüßung der aus dem Krieg 1870/71 heimkehrenden Ruhlaer entwarf, organisierte und gestaltete er. Von Prof. Schneider, Gotha ließ er die einzelnen Gruppen zeichnen und die Darstellungen zu einem Fries für sein Arbeitszimmer zusammenfügen. (Die Einzelbilder des Frieses, der sich im Stadtmuseum, allerdings nicht in der Ausstellung, befindet, vermitteln wertvolle volks- und heimatkundliche Überlieferungen.)

Alexander Ziegler sah in jeder Beziehung seine Heimat als Ganzes, ignorierte die Grenze und machte keinen Unterschied zwischen dem weimarischen und gothaischen Teil Ruhlas und ihren Bewohnern, obwohl er ein getreuer Gefolgsmann des Großherzogs war. Er gehörte zu den ersten Befürwortern und Betreibern der Vereinigung beider Ortsteile und war meist ihr Wortführer.

Auf dem Ringberg ließ Ziegler 1867 auf eigene Kosten einen Aussichtsturm errichten, den er nach dem Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach in Würdigung seiner Verdienste um die Erneuerung der Wartburg „Carl-Alexander-Turm“ benannte. In der Umgebung des von ihm 1863 als Stumpff-Denkmal begründeten Dichterhains legte er in Erweiterung eines vom Forstwissenschaftler und Waldreformer Gottlob König begonnenen Arboretums einen botanisch-dendrologisch-geologischen Berggarten an. Die Anbringung der Gedenktafeln für Schenck und Storch veranlasste er.

In der Gemeinde Ruhla WA initiierte er den Neubau einer Schule, ließ eine Mineralogie- und Biologie-Schulsammlung einrichten und dem ganzen Ort stiftete er eine Schul- und Volksbibliothek mit nahezu 1.700 Bänden. (Ihrer kompletten Erhaltung wurde leider keine Aufmerksamkeit geschenkt. Die Nazis ließen die Sammlung auseinanderreißen, einen Teil in eine 1937 neu gegründete Volksbücherei aufnehmen, andere Teile abtransportieren bzw. auch vernichten. Ein Rest wurde 1954 ins Ruhlaer Heimatmuseum übernommen.) Auch für den Gewerbeverein, den Alexander Ziegler mit gründete, legte er eine Bibliothek an.

Die Deutsche Nationallotterie zur Unterstützung der Tiedge- und Schillerstiftung für alte, bedürftige Schriftsteller und Künstler gründete Ziegler mit und betrieb sie als Hauptakteur (Ertrag rund 454.000 Taler, umgerechnet fast 30 Mio. Euro). Für die Durchführung und Ausrüstung der damaligen deutschen Forschungsexpedition in das Innere Afrikas setzte er sich intensiv ein, auch für die Schaffung des Germanischen Museums. Beide Herzöge begeisterte er für diese Idee. Der eine wollte die Wartburg, der andere die Veste Coburg dafür zur Verfügung stellen. Entschieden wurde sich dann aber für das Karthäuserkloster in Nürnberg. In einer Veröffentlichung beschrieb Ziegler den Werdegang des Museums.

Den Gothaer Sprachforscher Professor Karl Regel gewann er zur Erarbeitung des heute noch außerordentlich wertvollen, umfassenden Werkes über die Ruhlaer Mundart, wofür er selbst zuarbeitete und dessen Drucklegung (Weimar 1868) er mit finanzierte. Seinen Landsmann und langjährigen Freund Ludwig Storch bewog er zum Behandeln heimischer Stoffe in Romanen und Erzählungen sowie zum Dichten in Ruhlaer Mundart. 1866 vermittelte er ihm eine Pension der Schillerstiftung mit Alterswohnsitz in Kreuzwertheim am Main.

In verschiedenen wissenschaftlichen Gesellschaften war Ziegler Mitglied, so in Dresden, wo er auch zeitweilig wohnte, in der Geographischen Gesellschaft und in der Naturforschenden Gesellschaft Isis, in Berlin in der Gesellschaft für Erdkunde, in Leipzig im Verein der Freunde der Erdkunde, in Frankfurt/Main im Verein für Geographie und Statistik und im Deutschen Hochstift, in Sachsen in der Naturforschenden Gesellschaft Görlitz und in der Ökonomischen Gesellschaft.

Ziegler war stets um die Förderung der Wissenschaft bemüht. Mit namhaften Forschern, Wissenschaftlern und Schriftstellern stand er im Briefverkehr, so u.a. mit Alfred Brehm, Alexander von Humboldt, Otto Kersten (Afrikaforscher), August Petermann, Björnstjern Björnson, Heinrich Barth (Geograph), Karl Gutzkow, Karl Polack, Adolf Bube, Ernst Keil (Verleger), Ludwig Storch. Der Großherzog verlieh ihm für seine Verdienste den Titel Hofrat, das Ritterkreuz I. Klasse des Ordens vom Weißen Falken und das Ehrenkreuz, der König von Preußen den Kronenorden 3. Klasse. In beiden Orten Ruhla und in Königsberg in Franken war er Ehrenbürger. Seinem Geburts- und Hauptwohnort Ruhla hinterließ er Legate für den Bau einer Turnhalle, für die Erneuerung des Carl-Alexander-Turmes, für bedürftige alte Männer aus den Pfeifenwerkstätten, für die Erhaltung von Kirchen und Schulen, zur Unterstützung von Feuerwehr und Vereinen, insgesamt mehr als 38.000 Mark.

Alexander Ziegler, der Zeit seines Lebens unverheiratet war, verstarb am Karfreitag, dem 8. April 1887 in Wiesbaden, wo er sich seit November zu Kur und Erholung aufgehalten hatte. Groß und vielfältig waren die Ehrenbezeigungen an den Tagen der Überführung, Aufbahrung und Beerdigung. Nahezu ganz Ruhla war erschienen, um vom geliebten Hofrat Abschied zu nehmen. Seine Heimatstadt ehrt ihn durch eine Gedenktafel im Dichterhain, gestiftet 1888 von den Bürgern.

In Verkennung und Missachtung seiner Bedeutung und Verdienste wurde 1950 durch die Ruhlaer Kommunisten der Name Zieglerstraße abgeschafft, der dem unteren Lappengrund im Jahre 1900 verliehen worden war. Auch bei den Straßenumbenennungen im Jahre 1991 fiel der Name bei den Bürgern und Stadtverordneten unverständlicherweise durch.

Überblick über Zieglers Werke:
Skizzen einer Reise durch Nordamerika und Westindien mit besonderer Berücksichtigung des Staates Wisconsin, 2 Bde. (Dresden u. Leipzig 1848); Republikanische Licht- und Schattenseiten oder die Republik in Deutschland und in den Vereinigten Staaten von Nordamerika (Dresden u. Leipzig1848); Der deutsche Auswanderer nach den Vereinigten Staaten (Dresden 1849); Taschenbuch der bairischen Bierbrauerei (Leipzig 1850); Reise in Spanien, 2 Bde. (Leipzig 1851); Meine Reise im Orient, 2 Bde. (Leipzig 1855); Der Geleitsmann. Katechismus für Auswanderer (Leipzig 1856); Martin Behaim aus Nürnberg. Der geistige Entdecker Amerikas (Dresden 1859); Deutsche Nationaluunternehmungen (Afrika-Expedition, Germanisches Museum, Schillerlotterie – Dresden 1860 und 1862); Meine Reisen im Norden, 2 Bde. (Leipzig 1860); Die Reise des Pytheas nach Thule (Dresden 1861); Der Rennsteig des Thüringer Waldes. Eine Bergwanderung mit einer historisch-topographischen Abhandlung über das Alter und die Bestimmung dieses Weges (Dresden 1862); Die deutschen Erforschungs-Expeditionen nach Inner-Afrika (Dresden 1863); Die direkte Besteuerung des Spiritus oder die Umwandlung der Maischraumsteuer in eine Fabriksteuer. Eine volks- und staatswirtschaftliche Frage der Neuzeit (Dresden 1863); Neues Reisehandbuch für Thüringen (Hildburghausen 1864); Die Auswanderung der Thüringer Messerschmiede nach Preußen (1865); Das Thüringerwalddorf Ruhla und seine Umgebung (Dresden 1867 u. 3 weitere Auflagen); Regiomontanus, Johannes Müller aus Königsberg in Franken, ein geistiger Vorläufer des Columbus (Dresden 1874); Zur Geschichte des Meerschaums mit besonderer Berücksichtigung der Meerschaumgruben bei Eski Schehr in Kleinasien und der betreffenden Industrie in Ruhla in Thüringen (Dresden 1878); Ludwig Storchs poetischer Nachlaß (Eisenach 1882); Chronik von Schnepfenthal (1884); zahlreiche Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften; Manuskript Ruhla-Chronik (verschollen, von Arno Schlothauer bearbeitete Auszüge vorhanden). Eine umfangreiche Arbeit über die Hörselberge blieb unveröffentlicht.

Quelle: Köllner, Lotar; “Bedeutende Ruhlaer aus vier Jahrzehnten”, Ruhla, 2005, auf der hier vorliegenden Seite z.T. bearbeitet und ergänzt.
Eine Auswahl aus Dr. Zieglers Werken
Eine “Reise durch Nordamerika und Westindien mit besonderer Berücksichtigung des deutschen Elementes…”
Bei dieser Gelegenheit: Eine sehr interessante, zeitlich knapp 35 Jahre ältere Reise- und Landesbeschreibung eines Deutschen über die damaligen Vereinigten Staaten kann der geneigte Besucher auch hier lesen.
Und last but not least: Eine abenteuerliche und hochspannende Lebens-, Reise- und Vagabundenbeschreibung in zwei Teilen, hier aus Südamerika, zu Beginn des vorvergangenen Jahrhunderts, hat der ehemalige Ruhlaer Bürger Franz Donat geschrieben.
Unter dem Eindruck seiner Nordamerikareise mag Alexander Ziegler im unmittelbarem Anschluß ein “Lehrbuch für den Auswanderer” geschrieben haben, welches sehr schön und bildhaft das Leben in den damaligen USA beschreibt und diverse Hinweise und Ratschläge für den geneigten deutschen Auswanderer gibt.
Caput Nili Quaerere – Die Quellen des Nils finden! – Das uralte, bereits aus der Zeit der altägyptischen Pharaonen überlieferte geographische Problem war zur Veröffentlichung von Zieglers gerade weitgehend gelöst, gleichwohl die Entdeckung des wirklich letzten Zuflusses dieses Stroms noch einige Jahre auf sich warten ließ und selbst heute noch nicht in finaler Konsequenz geklärt ist … Sehr interessant ist auch die hier unten aufgezeigte Karte der damaligen Zeit – sie stammt ebenfalls aus Alexander Zieglers Buch von 1862 und stammt aus dem Justus-Perthes-Verlag in Gotha – für den historisch und geographisch Interessierten ist dies sicherlich ein wahrer Leckerbissen. Ferner noch ein schöner Beitrag aus dem Jahre 1877 von Dr. Ziegler zu diesem Thema in der “Ruhlaer Zeitung”

Interessant ist im weiteren Zusammenhang der Umstand, daß der große französische Schriftsteller Jules Verne seinen ersten, im Jahre 1864 erschienenen und im Inneren Afrikas spielenden Roman “Fünf Wochen im Ballon” auf ähnliche Quellen Bezug nimmt. Das Interesse des geneigten Besuchers sei daher auf das Karten-Faksimile dieser Erstausgabe gerichtet. Abgesehen von einigen fiktiven Plätzen sind Gegebenheiten und Landschaften durchaus korrekt angesiedelt.

Eine sehr schöne, spannende und zum Nachdenken anregende Lektüre über die “Caput Nili Quaerere” gibt der große Afrikareisende Henry Morton Stanley in seinem Werk “Im dunkelsten Afrika” aus dem Jahre 1890. Gleichwohl man über das Wirken und die Ergebnisse der Forschungsreisen Stanleys durchaus geteilter Meinung sein kann, sei dieser Auszug aufgrund seiner Tiefsinnigkeit und Brillanz hier dargestellt. Der geneigte Leser möge sich sein Urteil selbst bilden.
Hier die Afrikakarte aus Alexander Zieglers Buch aus dem Jahre 1862.
Eine von dem seinerzeit recht bekannten und bei Justus Perthes in Gotha tätigen Ruhlaer, Bruno Hassenstein, bearbeitete Karte.
Ein Auszug aus dem hierzulande seinerzeit weit verbreiteten Hand-Atlas von Richard Andrée von 1881 sowie je einem Schulatlas aus den Jahren 1868 und 1918.
Hier die Karte zum Blättern aus “Fünf Wochen im Ballon” von Jules Verne von 1864.
Hier ein Ausschnitt zum Blättern aus “Im dunkelsten Afrika” von Henry Morton Stanley von 1890 nebst inkludiertem, historischen Kartenmaterial.
Hinweis: Die Kartenvorlagen sind z.T. im A2-Format, insofern ist bei der Ansicht eine Vergrößerung der Anzeige empfehlenswert. Hilfreich mag im Einzelfall auch das Umschalten der Anzeige in den Single-Page-Modus (die Bedienleiste unter der Bildanzeige, hier nach Klick auf die drei Punkte rechts) sein.
Eine Darstellung der Karten via Smartphone ist zwar technisch möglich, jedoch nicht unbedingt aussagekräftig. Trotzdem viel Spaß und Erfolg!
Johannes Müller, lateinisch “Regiomontanus” genannt, war ein bedeutender, deutscher Mathematiker und Astronom des 15. Jahrhunderts. Die Kenntnis seiner Werke waren u.a. mit ausschlaggebend, daß Christoph Kolumbus im August 1492 seine erste Reise nach Indien (so dachte er es zumindest) unternahm und dann im Oktober desselben Jahres auf der karibischen Insel San Salvador, heute Watlingsinsel, den Boden der Neuen Welt betrat. Alexander Ziegler hat Regiomontanus mit dem hier nachzulesendem Werk ein literarisch-wissenschaftliches Denkmal gesetzt, genau wie dem Nürnberger Kosmographen Martin Behaim, dem Schöpfer des ersten Erdglobus. Eine interessante Referenz an die damalige Zeit ist auch die Nürnberger Weltchronik von Hartmann Schedel aus dem Jahre 1493, in der zwar Amerika (noch) nicht erwähnt ist, dafür aber etliche Gegebenheiten und Städte aus unserer näheren Heimat.
Für den geneigten Leser hier auch ein kleiner Auszug.
Im Interesse der Authentizität haben wir den Text in Faksimile widergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir daher, uns nachzusehen.
Das klassische Werk von 1493 und Folgejahre über die damals bekannte Weltgeschichte und Geographie.
Hier: ein kleiner Auszug aus der Nürnberger Ausgabe von 1493 über Thüringen sowie ein komplettes Faksimile der Augsburger Ausgabe von 1496.
Ein bemerkenswertes Werk von 1874 über den Mathematiker und Astronomen Johannes Müller, genannt Regiomontanus.
Mit einer persönlichen Widmung an “seinen lieben Freund Ludwig Storch im April 1874”.
Ein interessantes und bemerkenswertes Werkchen von 1859 über den Nürnberger Schöpfer des ersten Erdglobus
Das Buch über seine Heimatstadt, die er seinerzeit noch als “Thüringerwalddorf Ruhla” bezeichnete.
Eine Abhandlung über das Produkt, das viele Jahrzehnte, wie wohl wie kaum ein zweites, mit Ruhla verbunden war.
Eine Auswahl von Dr. Alexander Zieglers Auszeichnungen und Würdigungen nebst eines Faksimile des Gothaischen Falkenordens

Ortschronik – Gemeinde Thal – Märzereignisse 1920

Die Geschichte der Ereignisse im März 1920 von Thal und Mechterstädt
Eine ausführliche Darstellung (und damals DDR-staats- und parteipolitisch korrekte Wertung) der damaligen Ereignisse
– Von Adelheid Schulze (ehem. Ortschronistin von Thal) und Dietrich Heither –
Bis zum heutigen Tage scheiden sich die Geister und Ansichten über die damaligen Geschehnisse.
An dieser Stelle sei auch eine Darstellung der damaligen Ereignisse aus bürgerlicher Sicht aufgezeigt.

Fotoauswahl – Elfenbeinschnitzereien

Bilderauswahl: Elfenbeinschnitzereien – Ein ganz besonderes Exemplar
Dieses hier abgebildete Exemplar hat eine Originalgröße von knapp 3 (drei) Zentimetern! Das Produktionsjahr ist leider unbekannt, dürfte sich aber um die Zeit des beginnenden vergangenen Jahrhunderts handeln.
Wenn man bedenkt, daß es zu dieser Zeit noch keine automatischen Säge- oder Fräsmaschinen gab, und die gesamte Verarbeitung rein manuell erfolgte, ist die Ausfertigung als ein wirkliches Kunstwerk zu bezeichnen.

Hier gibt es auch eine dokumentarische Übersicht (quasi “Musterkataloge” zu den seinerzeitigen Angeboten): Fa. Schenk und Fa. Donat. Eine interessante historische Abhandlung über den Meerschaum, einen Hauptbestandteil der Ruhlaer Tabakpfeifen sowie seiner Verarbeitung zu ebendiesen, findet sich in der Rubrik über Dr. Alexander Ziegler.
Neben dem, die Herstellung der Tabakpfeifen dominierenden, Porzellan und Meerschaum, wurde unter anderem auch echtes Elfenbein zum Schmuck und zu Verzierungen verwendet. Mit welcher Kunstfertigkeit dies geschah, kann man beispielweise an der hier abgebildeten Elfenbeinschale erkennen, die repräsentativ für weitere Exemplare dienen soll.

Fotoauswahl – Tabakpfeifen Ortsmuseum

Bilderauswahl: Historische Tabakpfeifen
Hier gibt es auch eine dokumentarische Übersicht (quasi “Musterkataloge” zu den seinerzeitigen Angeboten): Fa. Schenk und Fa. Donat. Eine interessante historische Abhandlung über den Meerschaum, einen Hauptbestandteil der Ruhlaer Tabakpfeifen sowie seiner Verarbeitung zu ebendiesen, findet sich in der Rubrik über Dr. Alexander Ziegler.
Neben dem, die Herstellung der Tabakpfeifen dominierenden, Porzellan und Meerschaum, wurde unter anderem auch echtes Elfenbein zum Schmuck und zu Verzierungen verwendet. Mit welcher Kunstfertigkeit dies geschah, kann man beispielweise an der hier abgebildeten Elfenbeinschale erkennen, die repräsentativ für weitere Exemplare dienen soll.

Die Kirchen in Ruhla – Concordiakirche

Anläßlich ‘runder’ Jubiläen herausgegebene Festschriften und ein Querverweis zu diversen Veranstaltungen
Ein Auszug aus einem bau- und kunstgeschichtlichen Werk. Interessanterweise wird hier – neben dem Ortsmuseum – ausschließlich Bezug auf die Concordiakirche genommen. Dies mag vornehmlich der seinerzeitigen Teilung geschuldet sein.
Vielen Dank an Herrn Joachim Kley, Ruhla, für die Bereitstellung der Videos.

Rühler Pantoffelkino – Weihnachtsimpressionen (via YOUTUBE)

Alles erdenklich Gute für ein friedliches Jahr – bleiben Sie uns gewogen – Glück und Gesundheit!
Das Video ist noch aufrufbar:
Zum Youtube-Video Impressionen aus Europa

Ortschronik – Gemeinde Thal – Kneippverein

Der Kneippverein in Thal: Chronik Teil I. – III.
Hinweis: Im Interesse der Authentizität haben wir die Dokumente in Faksimile widergegeben. Eventuelle Mängel in der Darstellungsqualität sind dem Zustand der Vorlagen geschuldet.
Aufgrund des Umfanges des Ausgangsmaterials haben diese Dateien trotz serverseitiger Komprimierung eine ziemlich umfangreiche Größe. Wir bitten daher um ein wenig Geduld beim Aufruf und bedanken uns für Ihr Verständnis.
Sebastian Kneipp, geb. am 17. Mai 1821 in Oberschwaben, war bis zum 21. Lebensjahr als Weber tätig. Anschließend nahm er ein Theologiestudium in Dillingen a.d. Donau und in München auf und wurde 1852 römisch-katholischer Priester und 1880 Stadtpfarrer in Wörishofen.
Im Laufe der folgenden Jahre entwickelte Kneipp verschiedene medizinische und naturheilkundliche Anwendungen mit kaltem und warmen Wasser und regte zur Wiederaufnahme bereits bekannter Behandlungen an.
Darüber hinaus gab er Anregungen zu naturgemäßer und gesunder Lebensweise, die er neben der Abhärtung als grundlegende Bedingungen von Gesunderhaltung und Heilung ansah und verfaßte in den 1880-er Jahren mehrere Schriften, die in viele Sprachen übersetzt und trotz anfänglich scharfer Ablehnung durch die Schulmedizin die heutigen hydrotherapeutischen und Naturheilkundeverfahren wesentlich beeinflußt haben.
Sebastian Kneipp verstarb am 17. Juni 1897 in Wöringshofen, dessen lokale Ärzteschaft seine Heilverfahren bis auf die heutige Zeit weiter entwickelt hat.
Quelle: „Heimat Thüringen“, „Wasserkultur in Thüringen“, ergänzt durch einen Bericht aus Bad Berka, Dr. med. Sigurd Scholze, Vorsitzender des Kneipp-Landesverbandes Thüringen, 2021

Ortschronik – Über Franz Donat Stehmann

Von dem Ruhlaer Schriftsteller und Abenteurer Franz Donat Stehmann
Untenstehend eine Bilder- und Dokumentenübersicht und hier auch die beiden bekanntesten Werke: “Paradies und Hölle” sowie “An Lagerfeuern deutsche Vagabunden in Südamerika“.
Auch unser langjähriger Ruhlaer Ortschronist, Lotar Köllner, hat in seiner Broschüre vom Jahre 2005, Bedeutende Ruhlaer, Franz Donat eine Abhandlung gewidmet.
Am Rande: Nicht in Süd- sondern in Nordamerika und auch nicht von Franz Donat, sondern einem anonymen Rheinländer sei hier ein Buch aufgezeigt, das sich zu der Zeit kurz vor den napoleonischen Kriegen mit den damaligen Vereinigten Staaten beschäftigt: Nachrichten und Erfahrungen aus den nordamerikanischen Staaten. Somit ist es mehr als ein Jahrhundert vor Donat’s Veröffentlichung erschienen. Als Zeitzeuge ist es wirklich sehr interessant und lesenswert!

Ortschronik – Gemeinde Thal – Märzereignisse 1920 Neubetrachtung

Die Geschichte der Märzereignisse 1920 von Thal resp. Mechterstädt
Eine ausführliche Darstellung und Wertung der damaligen Ereignisse aus bürgerlicher Sicht
– Mit freundlicher Genehmigung des Autors, Herrn Bernhard Schroeter –
Bis zum heutigen Tage scheiden sich die Geister und Ansichten über die damaligen Geschehnisse.
An dieser Stelle sei auch eine Darstellung der damaligen Ereignisse aus DDR-Sicht aufgezeigt.

Ortschronik – Gebr. Thiel und Uhrenwerke Ruhla – Eine Produktpalette

Vergangenes für Gegenwart und Zukunft sichtbar machen und bewahren!
Hier für den geneigten Leser und Interessenten eine Zusammenstellung aus der breit gefächerten Produktionspalette der damaligen Firma Gebr. Thiel GmbH und der VEB Uhren- und Maschinenfabrik ( UMF später UKR, dann UWR im Kombinat Mikroelektronik) in Ruhla.
Zum Geleit
Der ehemalige Technische Leiter der Uhrenwerke Ruhla, Herr Artur Kamp, hat gemeinsam in der Nachwendezeit mit zwei Kollegen ein Buch über die Geschichte der Ruhlaer Uhren- und Maschinenindustrie verfaßt, welches aus der Perspektive der Uhrenindustrie einen umfassenden Querschnitt über die seinerzeitige Produktions-Palette gibt. In Verbindung mit den Veröffentlichungen der Fachvorträge (siehe Reiter rechts oben), gibt es eine sehr schöne Übersicht über die seinerzeitige Leistungsfähigkeit des Betriebes, aber auch über die alltäglichen Probleme und Widrigkeiten, mit denen die Fachleute zu kämpfen hatten. Wenn Sie Glück haben, können Sie das Werk noch antiquarisch erwerben.
Hinweis: Die Seiten 38 – 636 sind aus urheberrechtlichen Gründen gesperrt!
Produktübersicht – Uhren
Historische Gebrauchsmusterdarstellungen der Firmen Gebr. Thiel und der späteren Uhrenwerke – zum Teil sehr nostalgisch dargestellt. Viel Spaß beim Lesen, Schmökern und Erinnern
Binnenhandel
Eine Auswahl der zum Verkauf im DDR-Inland zugelassene Modelle. Sehr hübsch – aber ob man sie auch im heimatlichen Geschäft bekam, war eine andere Sache … Notfalls dann eben über die Verwandtschaft westlich der Grenze. …

[
Verschiedene Kaliber
Uhrenkataloge und -informationen aus verschiedensten Jahren und Fertigungen
Ansichtskataloge
Verschiedene Thiel-Uhrenmodelle und Sonstiges – zeitlich geordnet
Eine Jubiläumsbroschüre und Propagandablatt aus dem Jahre 1987, bestimmt für die inländischen Konsumenten. Gleichwohl das Druckwerk von der seinerzeit allgegenwärtigen SED-Propaganda erfüllt ist, enthält es doch recht umfangreiche und nützliche fachliche Informationen über die Uhrenindustrie und Details über die Herstellung der Uhren und Maschinen in den damaligen Uhrenwerken resp. des Kombinates Mikroelektronik.
Ein Katalog für den Export, veröffentlicht vom damaligen Außenhandelsbetrieb “elektronik export-import”. Den DDR-Betrieben war der eigenständige Verkauf ihrer Produkte ins Ausland einschließlich der Preis- und Vertragsgestaltung gesetzlich untersagt und durfte nur über eigens dazu autorisierte Unternehmungen, die zumeist in Ostberlin angesiedelt waren, vollzogen werden. Charakteristisch für diese Druckwerke waren die optisch und haptisch zumeist weit aufwendigere und gefälligere Aufmachung sowie die Abwesenheit der sonst allgegenwärtigen DDR-SED-Propaganda. Übrigens: auch GENEX war ein Außenhandelsbetrieb!
Werbekalender
Verschiedene Jahreskalender-Ansichten
Preislisten
Einige Preislisten – hier für Taschenuhren, vorwiegend für den Export
Produktübersicht – Maschinen
Die Produktion und der Vertrieb der Fa. Gebr. Thiel erstreckte sich nicht nur auf Zeitmeßgeräte. Eine weitere Säule stellten die Präzisions- und Werkzeugmaschinen dar, die für den Eigenbedarf aber auch zum größten Teil ins In- und Ausland exportiert wurden. Nachfolgend sei eine repräsentative Auswahl der Angebotspalette aufgezeigt.
Eine umfangreiche Zusammenstellung von Thielschen Maschinen und Werkzeugen für Eigenbedarf und Vertrieb
Eine Gebrauchsanweisung für Automaten, etwa aus dem Jahre 1920
Werbeprospekt für eine Werkzeugmaschine: ein sog. Form- und Stempelhobler
Werbeprospekt für weitere Werkzeugmaschinen: noch unter der Fabrikmarke “Thiel” von der Uhren- und Maschinenfabrik auf dem Markt angeboten.
Zur Übersichtsseite der

Ortschronik Thal – Fa. Schenk & Kürschner GmbH

Vergangenes für Gegenwart und Zukunft sichtbar machen und bewahren!
Zum Geleit:

In Ruhla waren in der Vergangenheit neben zwei Kombinatsstammbetrieben auch mehrere kleinere, vorzugsweise metallverarbeitende Unternehmen ansässig.
Diese Seite ist der Firma Schenk & Kürschner gewidmet.
Im Interesse der Authentizität haben wir den Text in Faksimile wiedergegeben. Etwaige Flecke auf dem Papier oder nicht kaschierte Risse in den Seiten bitten wir, uns nachzusehen. Die teilweise schlechte Qualität der Bilder ist dem Zustand und dem Alter der Originalvorlagen geschuldet.
Zum 70. Geburtstag des Besitzers im Jahre 1933 nebst einer handschriftlichen Firmenchronik aus dem Jahre 1941
An dieser Stelle sei auch eine Rarität aufgezeigt: die Firmenbilanzen nebst Gewinn- und Verlustrechnungen aus den Jahren 1924 – 1942
Aus der “Thüringer Gauzeitung” von 1937

Ortschronik – Die Industrie – Zum Geleit

Eine zusammengefaßte Darstellung über die historische Entwicklung der in Ruhla ansässigen Industrie.
Diesen Ausführungen vorangestellt sei eine mehrteilige historische Wirtschaftsgeschichte zu Beginn der 19. Jahrhunderts nebst einer, speziell Thüringen betreffende, Ausarbeitung aus dem Jahre 1921 und ein ausführliches Werk aus dem Jahre 1898 über Erfindungen und die Industrie im Speziellen.
Vorwiegend betrifft es auf unserer Website die metallverarbeitende und Tabakpfeifenindustrie. Bezug genommen wird außerdem auf die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformationsprozesse in Ruhla seit Beginn des 17. Jahrhunderts.
Im übrigen befinden sich auf unserer Website auch diverse kurzweilige Erzählungen, historische Nachschlagewerke und Schulbücher usw. über Wirtschaft, Politik, Religion und zum allgemeinen Interesse.
Zum Geleit:

Ruhla hatte in den 1980er Jahren mehr Industriearbeitsplätze als Einwohner, war Sitz zweier Kombinatsstammbetriebe und ein Schwerpunkt der Uhren-, Maschinen- und Elektroindustrie der DDR.
Mit der Wiedervereinigung folgte der Zusammenbruch der Industriebetriebe. Leerstehende Häuser und Industriebrachen wurden abgerissen oder umgestaltet. Die Ausmaße der riesigen Fabriken von einst lassen sich heute kaum noch erahnen.
Mit der Industrieroute Ruhla soll an die ehemals vorhandene und neue Innovationskraft der Menschen im Erbstromtal und ihrer Unternehmungen, Firmen, Produkte und Dienstleistungen erinnert werden. Sichtbar gemacht soll werden, was war, und was ist – und vielleicht uns auch erahnen lassen, was vor Ort zukünftig sein und neu entstehen könnte. Die Übersichten ‘Industrie in Ruhla’ und ‘Industrie in Thal‘ geben eine Übersicht über die bedeutendsten Industrieunternehmen unsere lokalen Umgebung.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den entsprechenden Untermenüpunkten der o.g. Rubriken.
Alle Angaben und Texte sind freibleibend.
Ein Kompendium von Ende des 19. Jahrhunderts nebst einer historischen Bücherreihe vom Ende der 20-Jahre des vorvergangenen Jahrhunderts.
Weitere lesenswerte historische Werke über Naturgeschichte und -wissenschaften und Entdeckungen können Sie auch hier nachlesen.
Die “Geschichte der Erfindungen in Künsten und Wissenschaften” : Ein zusammengefaßter Querschnitt über einen Großteil des seinerzeit bekannten Wissens und der Naturerkenntnisse –
Eine historische Bücherreihe vom Ende der 20-Jahre des vorvergangenen Jahrhunderts in 4 Bänden.
Hinweis: In Teil 1 wird u.a. auf der Seite 94 die Erfindung des unechten Meerschaums von Christoph Dreiß erwähnt!
Ein Kompendium von Ende des 19. Jahrhunderts
Ein Fachvortrag, gehalten im Juni 2026 in Erfurt beim Thüringer Beauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur. Gleichwohl der Schwerpunkt dieser Ausarbeitung auf der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg liegt, wird doch ein einleitender Bezug auf die vorangegangenen zweieinhalb Jahrhunderte genommen.

Schulaufsätze über die Ruhlaer Geschichte

Eine Auswahl von Ruhlaer Schulaufsätzen aus vergangenen Tagen – Quelle: ehemalige Ernst-Thälmann-Schule, Karl-Marx-Schule, Theo-Neubauer-Schule, Berufsschule.
Entstehungszeit und die Verfasser sind ist z.T. unbestimmt, die meisten datieren wahrscheinlich ab Mitte der 1950-er Jahre.
Die Themen umfassen die Historie von Ruhla, Industrie- und Handwerksgeschichte, speziell die Metallverarbeitung, Tabakpfeifenfertigung und Uhrenindustrie, sowie das holzverarbeitende Gewerbe, aber auch eine Arbeit über die Ruhlaer Geldinstitute sowie eine Abhandlung über einen Wilderer und – für sozialistische Zeiten obligatorisch – die Arbeiterbewegung.
Teilweise gibt es auch thematische Überschneidungen, so eben bei der Einbeziehung der Arbeiterbewegung in dem Großteil der Werke. Ebenfalls ist eine Übersicht über die Parteienlandschaft und Massenorganisationen enthalten. Selbstverständlich spiegeln die Werke den damaligen Zeitgeist, die Ägide der alles dominierenden – und selbstredend – immer rechthabenden Staatspartei wider.
Im übrigen haben wir zu diesen Themen auch eine Auswahl diverser akademischer Ausarbeitungen über Ruhla, die Rühler und die Ruhlaer Wälder zusammengetragen.
Zur freundlichen Beachtung: Die Qualität der hier reproduzierten Dokumente entspricht aufgrund ihres Alters und Erhaltungszustand nicht immer den heute üblichen Ansprüchen. Im Interesse der Wahrung der historischen Authentizität wurde aber auf eine Übertragung in heutige Schrift und Darstellung verzichtet.
Lustige und auch nachdenkliche Schulaufsätze aus früheren Zeiten von Martin Kahlert und Anderen (in jeweils separatem Unterfenstern).

Ortschronik Thal – Ortsansässige Industrie

Vergangenes für Gegenwart und Zukunft sichtbar machen und bewahren!
Die in Thal ansässigen Industriebetriebe, z.B. ACOSTA oder GESIPA, sind auch unter der Rubrik Industrieroute zu finden.